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Ein Steam-Punk Mini-Radio
mit RDA 5806 & TDA 7233

Ein kleines UKW-Radio für die Reise sollte es sein, diesmal im Steampunk-Look. Als Empfänger habe ich den RDA5807 gewählt. Er ist RDS-fähig, die Lautstärke kann digital (I2C) gesteuert werden und er hat eine genügend niedrige minimale Betreibsspannung.

Als Größenvergleich hier eine alte Sctreichholzschachtel. Die Höhe stimmt exakt, die Breite und Tiefe des Radios sind etwa doppelt wie die der Schachtel. Das Radio sollte auf jeden Fall Audio über Lautsprecher (nicht Ohrhörer) liefern.

Die Schaltung ist recht überschaubar. Ein Arduino Pro Mini steuert über I2C den Radio-Chip und das OLED. Der TDA 7233 sorgt für die NF-Verstärkung. Ein USB-LiPo-Lader TP4056 mit entsprechendem Akku sorgt für die Spannung. Über den Spannungsteiler an A0 ermittelt der Arduino die Batteriespannung und zeigt sie wenn nötig auf dem OLED zusätzlich an.

S1 ist ein rastender Tastschalter für Ein/Aus. Die vier Taster an Pin 4-7 des Arduinos steuern den RDA5807 (2x Volume +/- und 2x Tuning +/-).

     

Das OLED zeigt zwei Zeilen. Oben wird ständig fett die Frequenz angezeigt. In der unteren Zeile wird bei erkanntem RDS-Signal die RDS-Information angezeigt. Kann kein RDS gefunden werden, steht in der unteren Zeile links der eingestellte Volume Wert (0-15) und rechts die Batteriespannung.
Sinkt die Batteriespannung unter 3,4V, wird in der unteren Zeile eine Warnung zum Laden angezeigt.

Für Interessierte gibt es hier das Listing der Software als Zip-Datei.

Die Leiterplatte ist in Eagle entstanden und nur einseitig. Aber natürlich hab ich es wieder mal nicht ohne Drahtbrücken geschafft.

Das Ätzgerät ist in Aktion und beinahe fertig mit der Leiterplatte.

Die bestückte Leiterplatte sieht recht aufgeräumt aus. Das OLED sitzt über dem Arduino.

Das Radio ist so klein, daß eine Teleskopantenne nicht in Frage kam. Stattdessen hab ich eine Drahtantenne (einzelnes Ohrhörerkabel) verwendet.

Auf der Unterseite der Leiterplatte sitzt mit doppelseitigem klebeband der Akku und obendrauf der Lautsprecher. Rechts unten ist der USB-Lader und darüber die Programmierbuchse des Arduino zu sehen.

Das Gehäuse wurde in CAD-Software (Creo) entwickelt und auf dem 3D-Drucker erstellt.

Die Rückwand zeigt den Lautsprecherdurchbruch und ein Loch für den Lichtleiter des Lademoduls. Oben (mit einer schrägen Nut) ist die Vertiefung für die Aufnahme des Magnets zu sehen, der am Ende des Antennenkabels hängt. Das Kabel wird bei Nichtbenutzung in einer Nut um das Rückteil gewickelt.

     

     

Einige Kleinteile: Lichtleiter für Lademodul, Kappe für Ein/Aus-Taster, nostalgische Eckteile und Blende für Lichtleiter.

Diese Tastknöpfe für die vier Volume- und Tuning-Tasten sind gerade aus dem Drucker gekommen.

Elastisches doppeltes Klebeband hält die Tastknöpfe auf den Tastern. Auf den Ein/Aus-Taster wird die Kappe mit Epox aufgeklebt.

Alle Knöpfe sind am Platz, fertig zum Einbau ins Gehäuse.

Der Lichtleiter für den USB-Lader ist aus transparentem PLA gedruckt worden.

Hier wird der Lichtleiter mit Epox ins Rückteil geklebt (kleines Loch rechts). Das größere Loch links wird mit einem dünnen Stück Konservenblech von inner verklebt. Daran haftet später von außen der Haltemagnet der Antenne.

Erste Vorderansicht, noch ohne "Zahnrad-Deko".

Das komplett fertige Radio mit abgewickelter Antenne. man erkennt gut den Haltemagnet in seiner gedruckten Hülse.

Das Konzept der Antenne ist hier gut zu erkennen.

Zur Ladung kann jeder handelsübliche Handy-Lader verwendet werden, solange er 5V und mindestens 1A liefert. Rot bedeutet, daß geladen wird. Blau zeigt die beendete Ladung an.

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