Zur Startseite

Airboot "151"
(NATHAN JAMES)

Das hier vorgestellte Airboot ist zu 100% im 3D-Drucker entstanden. Ausnahmen sind nur die elektronischen und elektromechanischen Teile für Steuerung und Antrieb.

Das Bild hier oben zeigt das originale Design von der Seite Thingiverse, das der User "SlightlyAbnormal" dort zur Verfügung gestellt hat. Ein Klick auf das Bild führt direkt zur Quelle!

Die Teile sind recht groß und die Druckzeiten daher ziemlich lang. Für dieses Frontteil des Rumpfs braucht mein Drucker ca. 15 Stunden. Die Schichtdicke ist 0,2 mm bei 80 % Füllung. Die beiden anderen Rumpfteile brauchen ähnlich lange.

Hier entsteht das Heckteil. Wegen der großen Auflagefläche und der damit verbundenen Schrumpfgefahr (Warping) habe ich hier zu Klebeband gegriffen. Damit hält das Teil bombenfest am Printbed.

Obwohl ich ohne Supports gedruckt habe, sind die Überhänge am oberen Rand recht gut gelungen. Das ist aber sowieso später nicht zu sehen, kommt also nicht so sehr darauf an.

Die Rumpfteile werden mit Epoxkleber fest verleimt.

Zur Montage der Rudereinheit werden lediglich vier Schrauben M3x16 und vier Muttern benötigt.

Das Design der Rudereinheit ist wirklich perfekt! Im linken Ruderholm befindet sich sogar ein eingearbeiteter Kabelkanal, durch den später die drei Motorkabel laufen.

Hier die vormontierte Antriebs- und Steuereinheit. Der Propeller und die Servo-Stangen fehlen noch.


Der Motorblock hat für mich leider im Original nicht funktioniert! Die Bilder zeigen links das originale Design in orange. Deutlich sieht man, dass die Löcher auf der Fläche nach links, auf der Stirnseite nach rechts verschoben sind. Damit ließ sich der Motor nicht zentriert im PropGuard montieren. Rechts in schwarz ist meine Korrektur mit zentrierten Löchern zu sehen. Der Block funktioniert perfekt.

Die Servobox ist für einen Servo, den ich aus meinem Elektro-Rookie von Graupner recykelt habe, zwar exakt bemessen, allerdings passt das Loch zur Durchführung der Kabel nicht. Der Servo müsste total verkantet eingefädelt werden, was bei der engen Passung nicht geht! Daher habe ich das Loch deutlich nach oben hin erweitern müssen.

Hier wird die Radiobox an den hinteren Rumpfdeckel zuerst mit einzelnen Heftpunkten und schließlich rundum angeklebt.

Ich verwende für alle Klebungen diesen schnellhärtenden 2K Epoxydharz-Kleber, der in 5 Minuten aushärtet.

Nun ist auch der vordere Rumpfdeckel mit der Radiobox verklebt und damit die komplette Einheit mechanisch fertig.

Ich habe mein Farbdesign bewust etwas im "Military-Stile" gehalten und daher auch eine taktische Nummer und einen passenden Namen für das Fahrzeug gewählt.

Das Bild zeigt den klar zweigeteilten Aufbau. Der Rumpf hat ausschließlich tragende Funktion (Auftrieb). Alle Funktionselemente befinden sich im oder am Rumpfdeckel.

Dieses Video zeigt den ersten Probelauf von Antrieb und Steuerung. Die Antriebseinheit fährt hier ohne Rumpf auf den Fliesen. Das funktioniert, weil die Grundfläche der Radiobox (Reibung) recht klein ist. Der gleiche Versuch mit dem kompletten Boot funktionierte nicht. Die größere Fläche des Rumpfs und das höhere Gewicht ließen das nicht zu.

Der Deckel wird im Rumpf mit diesem zweiteiligen Trimmring fixiert.

  

Wie die Bilder zeigen, soll laut Design die Antennenbefestigung von oben auf den Trimmring geschraubt werden. Das bedeutet, beim Öffnen des Rumpfs müsste jedes Mal zuerst die Antenne demontiert werden. Das geht gar nicht! Ich habe daher in den Trimmring eine Aussparung für den Antennenfuß eingearbeitet. Nun sitzt die Antenne fest auf dem Deckel und hat mit dem Trimmring nichts mehr zu tun.

Zwei kleine Pfosten mit Bohrungen nehmen Modellbau-Karosserieklemmen auf und halten den Deckel der Radiobox fest. Darunter die Antennenbefestigung.

Dieser Fahrersitz ist mein eigenes Design. Ohne diesen Sitz fand ich das Fahrzeug nicht sehr überzeugend und irgendwie zu "nackt". Der Sitz ist mit vier abgeschliffenen und lackierten M2 Schrauben direkt auf den Deckel der Radiobox geschraubt.

Der Trimmring wird mit 17 M3-Schrauben aus Plaste im Rumpf verschraubt. Dazu hat der Ring 3,0 mm Löcher bekommen. Im Rumpf habe ich mit 2,6 mm vorgebohrt und dann M3 Gewinde geschnitten. Natürlich werden die Schrauben nur SEHR leicht angezogen. Bei der Menge braucht pro einzelner Schraube nicht viel Kraft um zu halten.

Das Bild der Radiobox zeig eine Menge Platz für Installationen und künftige Erweiterungen. Der Akku ist im Moment ein 2S mit 2,5 Ah. Eventuell rüste ich den noch auf 3S auf. Nummer 1 ist der Empfänger. Nummer 2 ist ein separater BEC, da der ESCleider keinen eingebaut hat. Nummer 3 ist der ESC.

Das ist die Spezifikation des verwendeten Motors. Ich denke, es ist wichtig tatsächlich den empfohlenen 2204 zu verwenden. Der ansonsten oft benutzte 2205 ist eventuell zu hoch, so dass der Propeller aus dem Propguard vorn raus ragt. Der Propeller ist ein 5045x3 im Bullhead Design.

Ich habe diesen ESC verwendet und mit der kostenlosen Hersteller-Software "BLHeliSuite" auf vorwärts/rückwärts-Betrieb (bidirectional) umprogrammiert.

Im Folgenden noch einige Bilder vom fertigen Fahrzeug.

Zum Abschluß folgt noch ein kleines Video von der ersten Testfahrt. Die Reaktionen auf das Ruder sind sehr gut, allerdings ist die Geschwindigkeit etwas niedriger als erhofft. Da wird wohl doch statt des 2S ein 3S Lipo eingebaut werden müssen.