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Eine Aktiv-Antenne (Mini-Whip)
zum Kurzwellenempfang
(nach PA0RDT)

Beim Lesen über Antennen zum Kurzwellenempfang bin ich auch bei Aktivantennen gelandet und hier fand ich besonders die winzige Antenne, entwickelt vom Funkamateur PA0RDT, interessant. Manchem ist diese Antenne vielleicht schon im Zusammenhang mit der öffentlichen SDR-Station der Universität Twente bekannt. Der gesamte Empfang dieser bekannten SDR Station erfolgt über diese winzige Antenne. Ich finde das erstaunlich. Technisch handelt es sich um eine aktive EH-Feld Antenne. Der Frequenzbereich geht von 10KHz bis 30MHz. Wer mehr über die Antenne und ihre Grundlagen wissen möchte sollte einfach nach "Mini Whip" googeln. Es gibt zahllose Beiträge dazu. Bausätze oder Fertigantennen werden ebenfalls angeboten. Hier zeige ich meinen eigenen Aufbau.

Die Schaltung der Antenne ist recht einfach. Die graue Fläche links ist die eigentliche "Antenne". Wie wir noch sehen werden, ist sie winzig! Die Schaltung befindet sich unmittelbar an der Empfangsfläche. Die Stromversorgung erfolgt durch das Koaxialkabel.

Die Leiterplatte, die die Basis der Antenne bildet ist 90 x 30mm klein. Die senkrechte Trennlinie ist genau in der Mitte, also bei 45mm. Die anderen Linien sind unkritisch. Das Design habe ich von einer der vielen Internetseiten "geliehen". Wie wir unten sehen werden, geht es sogar noch einfacher. Die Trennlinien sind in meinem Beispiel mit dem Dremel gefräst.

Die Bauelemente werden bei dieser Bauform in einer Art freier Verdrahtung beschaltet. Basis bilden dabei die schmalere V+ Fläche (im Bild unten) und die breitere Masse-Fläche (im Bild oben). Die größte Fläche links ist die Antenne. Der FET (J310) und der Transistor (2N5109) sind kopfüber angeordnet wobei der dicke 2N5109 die Massefläche nicht berührer darf, weil sein Kollektor auf V+ und gleichzeitig am Gehäuse liegt. Die LED und der dazugehörige blaue Widerstand sind einfach nur zur Anzeige, daß Spannung anliegt. Die Spannungsversorgung wird übrigens von meiner Antennenumschaltbox bereitgestellt.

Die Trennlinien waren im Endeffekt für mich nicht optimal angeordnet. Unten habe ich rot markiert, was eigentlich NICHT hätte getrennt werden brauchen. Die Idee war wohl, daß an die mittige kleine Fläche der Mittelkontakt der HF-Buchse direkt angelötet werden sollte. Das hatte ich anders gelöst.

Hier im endgültigen Zustand habe ich das Kabel ohne Steckverbindung direkt angelötet. Dazu ist die mittlere Trennfläche erst Recht nicht nötig.

Das Design hier oben hätte für meine Lösung prima ausgereicht. Vielleicht beim nächsten Mal.

Aus diesen Teilen aus der Klempner-Abteilung im Baumarkt entsteht das Gehäuse.

Ein Installationsrohr aus der Elektroabteilung wird zusammen mit einem passenden Knie zum Träger. Wichtig ist, auf Metalle soweit wie möglich zu verzichten!

Ein Stöpsel bekommt ein Loch für das Rohr.

Mit SEHR reichlich Heißkleber (von außen & innen) wurde das Rohr in den Stöpsel eingeklebt. Danach wird alles ineinander gesteckt und auch noch mit Kleber gesichert. Das Rohr ist am Ende leicht abgeflacht (Heißluftpistole), das reicht, um es nach dem Befestigen gegen Verdrehen zu sichern.

Das Gehäuse hat abschließend noch ein kleines Fester für die LED bekommen. Natürlich ist das mit Klarsicht PVC wasserdicht verklebt.

 

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