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Test Board

Wenn man mit elektronischen Schaltungen experimentiert ist es oft sinnvoll, nicht alles gleich komplett fertig aufzubauen, sondern erst mal einen Versuchsaufbau zu machen.

platine

Bei einschlägigen Versandhäusern gibt es dafür unter verschiedenem Namen Laborplatinen, die ohne zu löten den Aufbau von Schaltungen durch einfaches Stecken erlauben.

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Die Platte hier oben war bei mir eine ganze Weile im Einsatz und hat sich dabei mehr als bezahlt gemacht. Gestört hat mich nur, daß sie manchmal doch etwas zu klein war. Außerdem hätte ich gerne die Stromversorgung und vielleicht sogar Strom und Spannungsmesser mit dabei gehabt. Dann bin ich zufällig in den Besitz von mehreren Stromversorgungsadaptern für ältere Toshiba Tecra Nootbooks gekommen. Die Teile liefen 15V stabilisiert bei maximal 3A. Außerdem sind sie nur 25mm dick. Da kam mir die Idee mit mehreren Steckplatinenmodulen, einem Toshiba Netzteil und zwei Digitalvoltmetermodulen eine neue, größere Laborplatte zu bauen.

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Das hier ist die Schaltung. Ein LM317T regelt über ein Wendelgangpoti (10 Umdrehungen) die Ausgangsspannung stufenlos sehr fein zwischen 1,25V und 14,25V. Die DMV Module sind DMV-210 von Conrad Electronic. Bei der Erprobung der Schaltung habe ich doch tatsächlich zwei Module verbraten :( Ich wollte ursprünglich einen zweiten LM317 auf 9V eingestellt zur Versorgung beider DMV's benutzen. Das ging leider nicht, und hat nach verschiedenen Versuchen irgendwie die DMV's entschärft. Sie vertrugen die galvanische Kopplung der Betriebsspannung an die Meßschaltung einfach nicht. Das hat mich doch sehr verwundert. Bei Bertieb aus einer 9V Batterie funktionierte es einwandfrei. Witzigerweise liefen beide DMV's aber auch nicht, wenn sie aus der selben Batterie gespeist wurden. Ich habe dann widerwillig zwei getrennte Batterien eingesetzt. Da die Stromaufnahme extrem niedrig ist werden sie allerdings wohl so lange halten, wie ihre Lagerfähigkeit reicht. Leider hatte der Einschalter des Geräts nur zwei Schaltkontakte. Daher das kleine Relais, das das zweite Modul einschaltet. Es ist sicher nicht die eleganteste Lösung aber das Relais lag bei mir rum und einen anderen Schalter hatte ich nicht zur Hand.

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Das Gehäuse ist aus einer 20mm starken Leimholzplatte entstanden. Zwei 370mm x 250mm große Platten sind übereinander geklebt. Vorher bekam die untere Platte einen U-förmigen Ausschnitt, der die spätere Schublade bildet, sowie einen L-förmigen Ausschnitt für die Schaltungsteile. Die obere Platte bekam erstmal nur einen länglichen Ausschnitt, deckungsgleich dem schmalen Schenkel des L der unteren Platte.

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Das hier ist die Ansicht von unten im Rohbau, mit versuchsweise ausgezogener Schublade.

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Von oben wurde dann dier Vertiefung für die Segmente der Steckplatten eingefräst. Dann ist der Körper mit Holzbeize behandelt und lackiert worden.

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Hier sieht man die Elektronik montiert. Auf der Lochrasterplatte ist rechts noch der zweite LM317T Zweig zu sehen, der jetzt nutzlos ist. Dafür sitzen jetzt darunter die zwei Batterien (gelb).

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Aus dem ausgesägten U der unteren Platte entstand durch Ausfräsen zweier Fächer die Schublade für die Verbindungsdrähte.

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Hier nun das Paneel für die Bedienelemente und Anzeigen beim Trocknen nach dem Lackieren.

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Die Elemente sind montiert. Links die Klemmen für die Ausgangsspannung, dann der Spannungsmesser, der Strommesser, das Wendelgangpoti, LED nach der Sicherung, LED vor der Sicherung und ganz rechts der Einschalter.

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Hier ist die Anzeige in Aktion zu sehen (9V ohne Belastung).

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So sieht das komplette Testboard aus. Insgesamt sind 6 Steckplatienenmodule eingebaut (zwei recykelte aus meiner ersten Platte, plus vier dazu gekaufte).

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Zum Abschluß sieht man hier noch einmal das fertige Board im Einsatz. Das Schönste ist, daß man es mit aufgebaute Versuchsschaltung problemlos transportieren kann. Keine Strippen oder externe Netzteile, die stören.

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