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Ein Stickrahmen

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Es gibt im Handel die verschiedensten Stickrahmen fertig zu kaufen. Die gebräuchlichsten sind wohl die bekannten runden, bei denen der Stoff zwischen zwei Ringen festgeklemmt wird. Weil dabei aber der Stoff mehr oder weniger verzogen wird, sind sie nicht in jedem Fall geeignet. Besonders steifer Stoff mag das gar nicht (sagt meine Stickfee). Für solche Fälle eignet sich der hier beschriebene Rahmen deutlich besser.

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Basismaterial sind Kiefernleisten aus dem Baumarkt. Es wird je eine Rechteckleiste der Abmaße 8mm x 20mm und eine Halbrundleiste 12mm benötigt. Die Leisten sind in meinem Fall 210cm lang.

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Dazu kommen noch vier Schloßschrauben M4 und vier dazu passende Flügelmuttern, ebenfalls aus dem selben Baumarkt. Der Gesamtpreis für Schrauben und Leisten war 8,12€.

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Die Maße der Einzelteile richten sich natürlich nach der gewünschten Größe des Rahmens. Ich hatte mich für 30cm x 40cm entschieden. Zuerst werden vier Rechteckleisten von 30cm Länge abgesägt.

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Je zwei Leisten werden zusammen gespannt und 20mm vom Ende mit einem 4mm Holzbohrer durchbohrt.

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Die Schloßschrauben haben hinter dem Kopf einen quadratischen Ansatz der die Schrauben nach dem Einpressen in der hinteren Leiste festhält.

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So sieht es nach dem Einpressen der Schrauben aus.

Nachdem die Schrauben die Leisten nun zusammenhalten, wird mit einem 10mm Holzbohrer je 40mm vom Ende eine senkrechte Bohrung genau an der Mittellinie ausgeführt.

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So sieht es direkt nach dem Bohren aus. Die Halbrundleisten sind leider nicht wirklich "halbrund". Sie sind zwar 12mm breit, wie angegeben. Allerdings ist die Höhe nicht 6mm sondern nur etwa 4,5mm. Das bedeutet, daß zwei Leisten zusammen nicht wirklich einen 12mm runden Stab ergeben, sondern einen mit eher ovalem Querschnitt. Damit die Rechteckleisten trotzdem genügend klemmen, habe ich also nicht mit 12mm sondern nur 10mm gebohrt.

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Nun werden die Stirnseiten noch bündig verschliffen.

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Aus der Halbrundleiste werden vier 40cm lange Leisten geschnitten und fein geschliffen. Damit sind die Einzelteile fertig und der Rahmen kann zusammen gebaut werden.

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Die Flügelmuttern werden gelockert, jeweils zwei Halbrundleisten werden auf jeder Seite eingeschoben. In den Spalt zwischen die Leisten wird eine Stoffkante eingefädelt und durch Drehen der Leisten der Stoff gespannt. Dann werden die Flügelmuttern angezogen. Durch Lösen der Muttern und Drehen der Stäbe kann man praktisch das Motiv weiter spulen und so auch "lange" Motive ohne großes Umspannen bearbeiten.

Das war's, viel Spaß beim Nachbau. Übrigens: meine Stickfee ist begeistert ;o)