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SmaTrig 2.1

Ein Kameraauslöser mit Sonderfunktionen

Mein eigener Bastelanteil hält sich bei diesem Teil in Grenzen. Der Kredit für die Entwicklung geht an Lukasz, den Autor der Webseite www.doc-diy.net, mit dessen freundlicher Erlaubnis ich das Teil und meine Erfahrungen damit hier kurz vorstelle. Ich war mehr aus Zufall auf die Seite gestossen und sofort von den Eigenschaften des Auslösers begeistert. Besonders beeindruckend waren die Beispielbilder und Animationen. Allen Interessierten kann ich empfehlen, sich die Seite genau anzusehen. Die Anleitungen und Erklärungen lassen nichts zu wünschen übrig. Ich beschränke mich auf dieser Seite auf meine Erfahrung beim Aufbau und auf die Funktion zusammen mit meiner Lumix FZ100.

Um vielleicht Zweifler zu überzeugen, zeige ich hier oben das Ergebnis meines ersten Versuchs. Das war eine einfache Pyramidenkerze in einem Konservendeckel mit Steinen. Sie brannte 1,5 Stunden und alle 30 Sekunden hat der SmaTrig ein Bild gemacht.

Lukasz hatte die Möglichkeit angedeutet, geätzte Platinen bei ihm direkt zu beziehen. Auf meine e-mail bekam ich das Angebot für eine leere oder alternativ für eine bereits SMD bestückte Platine. Der Preis war SEHR moderat, daher war klar, dass ich die bestückte bestellt habe. Als die Platine kam, war ich von der Qualität begeistert. Ich hab schon mal SMD gelötet aber so einen Mega dann doch noch nicht und war auch froh, das ich es nicht brauchte ;o)

Alle Bauelemente auf der Leiterseite waren also bei Lieferung schon drauf. Nur die 8 Bauteile auf der Oberseite und das Gehäuse fehlten. Ich hab mich an die empfohlene Teileliste gehalten und bei Reichelt und Segor gab es das Nötige dann auch problemlos.

Die Bohrschablone für das Gehäuse ist eine große Hilfe (wenn man denn auf den Maßstab am Rand achtet). Einmal zur Probe ausgedruckt und nachgemessen stellte sich raus: der Drucker druckt zu klein. Nach kurzer Rechnung wurde der Ausdruck auf 104% skaliert und schon passte es. Ich hab die Löcher mit 0,8 mm vorgebohrt. Dann waren die größeren Löcher mit Zentrierbohrern kein Problem mehr.

Das Etikett habe ich nach dem Ausdruck laminiert und mit doppelseitigem Klebeband auf dem Gehäuse befestigt.

Das Mittelloch für den Drehschalter war nach dem Bohren etwas aus der Mitte. Das habe ich mit der Rundfeile nachgearbeitet. Das es nun etwas größer ist, stört nicht. Im Gegenteil, der Zusammenbau "knirscht" nicht so. Das Etikett deckt den Spalt wieder ab. Übrigens passte im ersten Anlauf das Etikett nicht richtig. Mein Fehler! Natürlich hatte ich vergessen, dass auch bei dem Teil der Ausdruck bei meinem Drucker auf 104% skaliert werden musste. Das Mittelloch für den Drehschalter habe ich mit einem Skalpell genau am Außenring ausgestochen. Das passte saugend. Die Löcher für den Taster und den Summer hab ich mit der Lochzange geknipst.

So, ich habe fertig! Bis hier ging alles prima und ich war sehr zufrieden. Bei mir ist das allerdings so: Wenn was zu gut klappt, kommt unvermeidlich ein Problem! Ich hatte das Adapterkabel zur Kamera noch nicht fertig, wollte aber unbedingt was auslösen. Da kam ich auf die grandiose Idee, mein älteres Blitzgerät, ein Beroflash, mit dem SmaTrig auszulösen. Das gelang genau ein Mal, dann hatte der T1 rote Bäckchen bekommen und sich für immer verabschiedet. Mein Blitz war offensichtlich am Synchronanschluß nicht so leistungsfrei, wie gedacht. Dafür konnte der SmaTrig natürlich nichts. Da blieb nur einen neuen Transistor besorgen und wechseln. Dann war wieder alle schick.

Der SmaTrig ist praktisch für alle Kameras geeignet, die sich fernsteuern lassen. Man muss nur einen passenden Adapter haben, den die Kamera versteht. Die FZ100 braucht einen 4-poligen 2,5 mm Klinkenstecker bei dem über die Kontakte 3 und 4 ein Widerstand geschaltet wird. Der Wert des Widerstands bestimmt die Aktion der Kamera. Bei ca. 50 KOhm ist sie im Standby, bei 5 KOhm wird der Fokus aktiviert und bei 2 KOhm löst sie aus. Hier oben ist das Schema dafür zu sehen, das auch für einen einfachen Draht-Fernauslöser funktioniert.

Das vorher gezeigte Schema wird hier für den SmaTrig-Adapter etwas geändert. Statt der beiden Schalter wird der 3-polige 3,5 mm Klinkenstecker verwendet. Die Funktion der beiden Schalter für Fokus und Trigger übernehmen dann im SmaTrig die Transistoren T1 und T2.

Ich hatte einen relativ großen gewinkelten 2,5 mm Stecker bekommen, der ausreichend Platz für die drei Widerstände hatte. Leider erwies er sich später als in der Form ungeeignet.

Als der Adapter fertig war, funktionierte er nicht. Mehrfach ausgemessen = alles OK. Funktioniert aber trotzdem nicht. Irgendwann beim Messen den Stecker ohne Gehäuse in die Kamera gesteckt und plötzlich geht's! Der Fehler war die in der Kamera etwas versenkte Buchse und das wuchtige Steckergehäuse. Der Stecker ging einfach nicht tief genug in die Buchse.

Ich hab das eigentliche Gehäuse weg gelassen, die abgewinkelte Zugentlastung gerade gebogen und das Teil, das als Tülle hinten am Stecker saß, wurde zum neuen Gehäuse. Das hab ich einfach mit Epox drauf geklebt. Das Bild zeigt oben den 3,5 mm Stecker noch am alten Ohrhörerkabel, von dem er stammt. Unten hängt der neue (umgebastelte) 2,5 mm Stecker dran.

So, nun gehts endlich los. Ein Foto vom ersten Versuch, in dessen Ergebnis das Video vom Anfang der Seite entstand.

 

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